Basel, 30.05.2011

Ungesicherte Zukunft der Musikstadt Basel


Die Casino-Gesellschaft Basel hat grosse Zweifel an dem vom Regierungsrat geäusserten Willen, das Stadt-Casino als wichtigen Teil des Musiklebens in der Kulturstadt Basel zu erhalten. Zwar verzeichnete die Casino-Gesellschaft Basel im Jahr 2010 eine Zunahme der Veranstaltungen sowie eine deutliche Umsatzsteigerung. Doch der Veranstaltungsbetrieb und der Wachstumskurs sind ohne eine substantielle Renovation des Stadt-Casinos akut gefährdet.

Die Casino-Gesellschaft Basel verzeichnete im Jahr 2010 aus operativer Geschäftstätigkeit ein Umsatzwachstum von 14 Prozent und einen Anstieg der Zahl der Anlässe im Stadt-Casino um 61 auf 314. Das ist das Resultat einer aktiven Marktbearbeitung. Die Kommission der Casino-Gesellschaft weiss aber, dass dieses Wachstum in Zukunft nicht gesichert ist, weil in den kommenden Jahren ein Ausfall von betriebsnotwendigen Teilen der zusehends überalterten Gebäudeinfrastruktur droht.

Die Kommission der Casino-Gesellschaft Basel hat seit 2008 zuhanden des Kantons mit einem grossen zeitlichen und finanziellen Aufwand fürs Stadt-Casino mehrere Szenarien und Projektideen erarbeitet, um weiterhin Konzertveranstaltungen von höchster Qualität zu sehr günstigen Mietbedingungen zu ermöglichen.

Rückkommensantrag bisher unbeantwortet

Im Juni 2010 verwarf der Regierungsrat den Vorschlag „Stadt-Casino 2015“. Das war erstaunlich, weil er von einer Projektgruppe, zusammengesetzt aus hochrangigen Kantonsvertretern und Mitgliedern der Casino-Kommission, gemeinsam ausgearbeitet worden war. Im April 2011 stellte die Kommission gegenüber der Kulturdelegation des Regierungsrats einen bisher unbeantworteten Rückkommensantrag. Dieser Vorschlag erfordert unter Einbezug der Bedürfnisse der Kammermusik einen Investitionsbeitrag des Kantons Basel-Stadt von 38 Mio. Franken. Weitere 36 Mio. Franken würden durch Spenden, Kredite und eigene Mittel aufgebracht.

„Nichtstun“ bringt nichts und ist teuer

Die Casino-Gesellschaft Basel befürchtet nun aber einen Entscheid des Regierungsrats für „Nichtstun“ oder gar einen Nichtentscheid. Beides hiesse: Verzicht auf die dringend notwendigen betrieblichen Verbesserungen – also keine neue Lüftung und keine Klimatisierung auch für den Musiksaal und Beibehaltung der sehr problematischen Zustände für Publikum und Künstler. Die Zahl der Sitzplätze im Festsaal und im Hans Huber-Saal müsste bei dieser „Lösung“ aus feuerpolizeilichen Gründen verkleinert werden. Zudem ist „Nichtstun“ nicht gratis zu haben, wenn der Betrieb im Stadt-Casino aufrechterhalten werden soll: Für spontan anfallende, also nicht vorhersehbare Sanierungen müsste Jahr für Jahr mit Ausgaben von zirka einer Million Franken gerechnet werden. Mit dieser „Lösung Nichtstun“ müsste die Casino-Gesellschaft Basel erstmals in ihrer Geschichte staatliche Betriebsbeiträge beantragen, welche alljährlich das Kulturbudget des Kantons belasten.

Weitere Informationen:
Christoph B. Gloor, Präsident Casino-Gesellschaft Basel, Tel. 061 286 44 00


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KLASSIK im Musical Theater